Prof. Dr. Mehmet Şenoğlu — Gehirn-, Nerven- und Wirbelsäulenchirurgie
Wenn die Wörter „Hirntumor“ und „Operation“ nebeneinanderstehen, ergibt das einen der schwersten Sätze, die meine Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen hören können. Nahezu jeder Mensch, der diese Diagnose erhält, trägt dieselbe Angst in sich: „Man wird mein Gehirn berühren. Was, wenn ich nie wieder so werde wie früher?“ Ich verstehe diese Angst sehr gut und halte sie auch nicht für unberechtigt. Als Gehirnchirurg möchte ich Ihnen jedoch Folgendes sagen: Die Hirntumorchirurgie ist eines der Gebiete, auf denen die moderne Medizin den weitesten Weg zurückgelegt hat. Heute stehen uns Technologien und Verfahren zur Verfügung, die vor dreißig Jahren nicht einmal vorstellbar gewesen wären; und sie alle verfolgen ein einziges Ziel: den Tumor so weit wie möglich zu entfernen und dabei die Funktionen zu bewahren, die Sie zu dem machen, der Sie sind.
In diesem Artikel möchte ich in klarer und ehrlicher Sprache erklären, warum eine Hirntumoroperation durchgeführt wird, wie sie geplant wird, welche Techniken zum Einsatz kommen und welche Risiken sie birgt.
Was ist ein Hirntumor? Eine kurze Erinnerung
Hirntumoren sind abnorme Zellansammlungen, die im Hirngewebe oder in den umgebenden Strukturen entstehen. Zwei grundlegende Unterscheidungen sind wichtig:
- Primär und metastatisch: Primäre Tumoren beginnen im Gehirn. Metastatische Tumoren entstehen dagegen, wenn ein Krebs aus einem anderen Organ, etwa der Lunge oder der Brust, in das Gehirn streut.
- Gutartig (benigne) und bösartig (maligne): Gutartige Tumoren wachsen langsam und breiten sich nicht in das umliegende Gewebe aus; bösartige verhalten sich schneller und aggressiver.
Hier muss ich einen entscheidenden Punkt anführen, den ich meinen Patientinnen und Patienten häufig erkläre: Im Gehirn „gutartig“ zu sein bedeutet nicht „unbedeutend“. Der Schädel ist eine geschlossene und feste Box; selbst eine gutartige Raumforderung, die darin wächst, kann durch den entstehenden Druck oder durch Druck auf ein lebenswichtiges Zentrum zu ernsten Problemen führen. Deshalb sind im Gehirn Lage und Größe des Tumors ebenso ausschlaggebend wie seine Art.
Warum wird eine Hirntumoroperation durchgeführt?
Die Chirurgie ist bei der Behandlung von Hirntumoren meist der erste Schritt und dient mehr als einem Zweck:
- Eine gesicherte Diagnose stellen: Bildgebende Verfahren sagen uns vieles; was der Tumor jedoch genau ist, lässt sich erst durch die pathologische und molekulare Untersuchung des entnommenen Gewebes klären. Der gesamte weitere Behandlungsplan beruht auf diesem Ergebnis.
- Den Druck senken: Die Raumforderung zu verkleinern kann Kopfschmerzen, Erbrechen und neurologische Beschwerden durch die Senkung des Hirndrucks rasch lindern.
- Die Tumorlast verringern: Je weniger Tumor zurückbleibt, desto wirksamer sind die nachfolgenden Behandlungen wie Strahlen- und Chemotherapie. Bei vielen Tumorarten beeinflusst die entfernbare Tumormenge den Verlauf unmittelbar.
- Funktionen bewahren und zurückgewinnen: Wenn ein Nerv oder eine Hirnregion unter Druck entlastet wird, kann ein Teil der verlorenen Funktionen zurückkehren.
Muss jeder Hirntumor operiert werden?
Nein. Dies ist eines der am häufigsten missverstandenen Themen. Manche kleinen, langsam wachsenden Tumoren, die keinerlei Beschwerden verursachen — insbesondere wenn sie in höherem Lebensalter zufällig entdeckt wurden —, können ohne Operation mit regelmäßigen MRT-Kontrollen beobachtet werden. Bei manchen Tumoren kann statt einer offenen Operation die Radiochirurgie (wie Gamma Knife oder CyberKnife) geeigneter sein; hier wird der Tumor ohne Schnitt mit gebündelten Strahlen anvisiert.
Die Entscheidung richtet sich nach Art, Lage, Größe und Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors sowie nach Alter und Allgemeinzustand der Patientin oder des Patienten. Und diese Entscheidung ist nicht Sache eines einzelnen Arztes, sondern eines multidisziplinären Tumorboards, in dem Neurochirurgie, medizinische Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie zusammenkommen.
Vorbereitung und Planung vor der Operation
Eine gute Hirntumoroperation beginnt eigentlich, bevor man den Operationssaal betritt. Jede Information, die wir in dieser Phase gewinnen, erhöht Ihre Sicherheit auf dem Operationstisch.
- Detaillierte MRT: Zeigt die Grenzen des Tumors, seine Nachbarschaften und seine Beziehung zu den Gefäßstrukturen.
- Funktionelle MRT (fMRT): Kartiert genau, wo in Ihrem Gehirn kritische Funktionen wie Sprache und Bewegung liegen. Die Hirnkarte ist nicht bei allen Menschen identisch; deshalb liefert diese Bildgebung eine ganz persönliche Wegbeschreibung.
- Traktographie (DTI): Zeigt dreidimensional, wo die Nervenbahnen — die „Kabel“ des Gehirns — im Verhältnis zum Tumor verlaufen.
- Allgemeine Beurteilung: Blutuntersuchungen, kardiologische und neurologische Abklärung sowie eine Überprüfung der eingenommenen Medikamente.
In dieser Phase möchte ich noch etwas unterstreichen: Der Patientin oder dem Patienten und den Angehörigen den Ablauf ausführlich zu erklären und Fragen geduldig zu beantworten, gehört ebenfalls zur Vorbereitung. Zu wissen, was geschehen wird, ist eines der stärksten Mittel gegen die Angst.
Wie wird eine Hirntumoroperation durchgeführt?
Kraniotomie: Das Knochenfenster
Das am häufigsten angewandte Verfahren ist die Kraniotomie. Um den Tumor zu erreichen, öffnet der Chirurg an der geplanten Stelle des Schädels ein kleines Knochenfenster. Dieses Knochenstück wird nicht verworfen; am Ende der Operation wird es wieder eingesetzt und fixiert. Die Sorge „Bleibt mein Schädel offen?“ ist also unbegründet.
Mikrochirurgie
Nachdem Schädel und Hirnhäute geöffnet sind, wird die Arbeit unter dem Operationsmikroskop fortgesetzt. Das Mikroskop bietet sowohl Vergrößerung als auch hervorragende Ausleuchtung und ermöglicht es dem Chirurgen, Strukturen unterhalb eines Millimeters zu sehen und die Grenze zwischen Tumor und gesundem Gewebe zu unterscheiden.
Neuronavigation: Das GPS des Gehirns
Die Neuronavigation verwandelt die vor der Operation angefertigten MRT-Aufnahmen in eine dreidimensionale Karte und zeigt in Echtzeit, wo genau im Gehirn sich das vom Chirurgen geführte Instrument befindet. Sie können sich das wie das Navigationssystem in Ihrem Auto vorstellen: Es ermöglicht sowohl, die sicherste Route zu wählen, als auch, das Ziel nicht zu verfehlen.
Intraoperatives Neuromonitoring
Dabei werden die Nervenbahnen während der Operation fortlaufend elektrisch überwacht. Nähert man sich einer empfindlichen Region, gibt das System eine Warnung ab; dadurch kann der Chirurg sein Vorgehen ändern, bevor ein bleibender Schaden entsteht.
Wachkraniotomie (Wachoperation)
Dies ist das Verfahren, nach dem am meisten gefragt wird — und ehrlich gesagt das am meisten missverstandene. Liegt der Tumor sehr nahe am Sprachzentrum oder am Bewegungszentrum, wird die Patientin oder der Patient in einer bestimmten Phase der Operation geweckt. Mit leichten elektrischen Reizen, die auf die Hirnoberfläche gegeben werden, wird nacheinander kartiert, welche Region für welche Funktion zuständig ist: Die Patientin oder der Patient spricht, benennt Bilder, bewegt die Hand. Setzt beim Reizen einer Region das Sprechen aus, erkennt der Chirurg, dass diese Stelle geschont werden muss.
Die häufigste Frage möchte ich hier gleich beantworten: Nein, Sie verspüren keinen Schmerz. Im Hirngewebe gibt es keine Schmerzrezeptoren; die Schnittstelle wiederum wird mit örtlicher Betäubung unempfindlich gemacht. Die Patientin oder der Patient schläft in der Regel während der Kraniotomie und des Verschlusses und ist nur während der Kartierung wach. Dieses Verfahren wird nicht bei allen angewandt; ausgewählt werden Patientinnen und Patienten, die während der gesamten Operation mitarbeiten können und keine Panikattacken oder ausgeprägten kognitiven Probleme haben.
Fluoreszenzfärbung und weitere Hilfsmittel
Bei manchen Tumorarten reichert sich eine besondere Substanz, die die Patientin oder der Patient vor der Operation trinkt (etwa 5-ALA), in den Tumorzellen an und leuchtet unter speziellem Licht auf. Dadurch werden die Tumorgrenzen mit bloßem Auge sichtbar, was einer vollständigeren Entfernung dient. In manchen Zentren wird während der Operation mit Ultraschall oder MRT überprüft, ob Tumorgewebe zurückgeblieben ist.
Endoskopische Verfahren
Insbesondere bei Tumoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und der Schädelbasis kann der Tumor durch das Nasenloch mit einem Endoskop erreicht werden, ohne den Schädel zu eröffnen. Bei geeigneten Patientinnen und Patienten ist dies eine Option, die äußerlich keine Spur hinterlässt und schneller ausheilt.
Stereotaktische Biopsie
Liegt der Tumor in einer tiefen oder riskanten Hirnregion und ist seine Entfernung nicht sicher, kann allein zum Zweck der Diagnosestellung über eine sehr kleine Öffnung mit einer feinen Nadel eine Probe entnommen werden.
Die goldene Regel der Chirurgie: „Maximale sichere Resektion“
Dieses Prinzip ist das Herzstück der Hirntumorchirurgie, und ich erkläre es meinen Patientinnen und Patienten stets. Unser Ziel ist es, den Tumor so weitgehend wie möglich zu entfernen — jedoch ohne der Patientin oder dem Patienten eine neue Behinderung zuzufügen. Diese beiden Ziele stehen einander bisweilen entgegen.
Stellen Sie es sich so vor: Wenn auch noch die letzten fünf Prozent des Tumors zu entfernen dazu führt, dass die Patientin oder der Patient nicht mehr sprechen oder gehen kann, ist dies nicht die richtige Wahl. Die Aufgabe des Chirurgen besteht genau darin, dieses empfindliche Gleichgewicht zu wahren. Die Haltung „Je mehr ich entferne, desto besser“ gilt im Gehirn nicht immer. Eine gute Operation ist nicht die, bei der am meisten Tumor entfernt wird, sondern die, bei der am meisten Tumor mit dem geringsten Schaden entfernt wird.
Wie lange dauert die Operation? Was geschieht danach?
Die Dauer variiert stark je nach Art, Lage und Größe des Tumors sowie der verwendeten Technik. Sie kann von wenigen Stunden bis hin zu sehr viel längeren Zeiträumen bei komplexen Eingriffen wie einer Wachoperation reichen. Deshalb wäre es nicht richtig, eine einzelne Zahl zu nennen.
Nach der Operation wird die Patientin oder der Patient in der Regel die ersten 24 Stunden auf der Intensivstation engmaschig überwacht; Bewusstseinslage und neurologische Befunde werden regelmäßig beurteilt. Danach erfolgt die Verlegung auf die Station, und mit der Mobilisierung wird frühzeitig begonnen. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts und die Geschwindigkeit der Genesung sind von Mensch zu Mensch verschieden. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten können Physiotherapie, Sprachtherapie oder neurologische Rehabilitation erforderlich sein, um verlorene Funktionen zurückzugewinnen. Dank der Anpassungsfähigkeit des Gehirns (Neuroplastizität) sind in diesem Prozess beachtliche Verbesserungen möglich.
Risiken und Komplikationen
Ehrlich zu sein ist die grundlegendste Pflicht eines Arztes. Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die Hirntumoroperation Risiken:
- Blutung und Infektion
- Ödem (Schwellung) im Operationsgebiet
- Krampfanfall
- Austritt von Hirnwasser (Liquorleck)
- Je nach Lage des Tumors vorübergehende oder bleibende Probleme beim Sprechen, bei der Bewegung, beim Sehen oder mit dem Gedächtnis
- Allgemeine Risiken der Narkose
Ich muss jedoch auch Folgendes hinzufügen: Dank Verfahren wie Neuronavigation, Mikrochirurgie, Neuromonitoring und Wachoperation sind die Komplikationsraten im Vergleich zu früher deutlich gesunken. Die Risiken sind je nach Art und Lage des Tumors von Mensch zu Mensch verschieden; welches Risikoprofil für Sie gilt, kann Ihnen nur die Chirurgin oder der Chirurg erläutern, die oder der Sie beurteilt. Scheuen Sie sich nicht vor diesem Gespräch — zu fragen ist Ihr gutes Recht.
Ist die Behandlung nach der Operation beendet?
Meist nein. Bei den meisten Hirntumoren ist die Chirurgie der erste Schritt der Behandlung, nicht die ganze Behandlung.
Das entfernte Gewebe wird in die Pathologie geschickt; dort werden Typ, Grad und molekulare Eigenschaften des Tumors (wie der IDH-Status und die MGMT-Methylierung) bestimmt. Dieses Ergebnis zeichnet den Fahrplan für die weiteren Schritte. Während bei manchen gutartigen und vollständig entfernten Tumoren keine zusätzliche Behandlung nötig sein kann und eine reine Nachsorge genügt, folgen bei bösartigen Tumoren auf die Operation in der Regel Strahlen- und Chemotherapie. Deshalb ist die Behandlung eines Hirntumors von Anfang bis Ende Teamarbeit.
Bei welchen Symptomen sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen?
Die folgenden Situationen können das erste Anzeichen eines Hirntumors sein, ebenso gut aber auch von weitaus häufigeren und harmloseren Ursachen herrühren. Dennoch sollte eine Abklärung erfolgen, wenn eines davon vorliegt:
- Ein erstmals auftretender Krampfanfall, der zuvor nie vorgekommen ist
- Ein Kopfschmerz, der zunehmend stärker wird, besonders morgens ausgeprägt und von ungewohnter Art ist
- Unerklärliche Übelkeit und Erbrechen, die einen starken Kopfschmerz begleiten
- Fortschreitender Kraftverlust in Arm oder Bein, Sprachstörung, Sehverlust
- Persönlichkeitsveränderung, Gedächtnisprobleme, Verwirrtheit oder eine Verschlechterung der Bewusstseinslage
Wenn diese Symptome rasch fortschreiten oder mehrere davon zugleich auftreten, empfehle ich Ihnen, die nächste Notaufnahme aufzusuchen.
Häufig gestellte Fragen
Nachfolgend habe ich die am häufigsten gestellten Fragen zur Hirntumorchirurgie mit kurzen Antworten zusammengestellt. Diese Antworten dienen der allgemeinen Information; die für Ihre persönliche Situation gültige Auskunft ist diejenige der Ärztin oder des Arztes, die oder der Sie untersucht.
Wie wird eine Hirntumoroperation durchgeführt?
Das am häufigsten angewandte Verfahren ist die Kraniotomie: Im Schädel wird ein kleines Knochenfenster geöffnet, der Tumor unter dem Mikroskop entfernt und der Knochen wieder eingesetzt. Während des Eingriffs kommen Verfahren wie Neuronavigation, Neuromonitoring und bei Bedarf die Wachoperation zum Einsatz. Bei manchen Tumoren, etwa der Hypophyse, kann ein endoskopischer Zugang über die Nase bevorzugt werden.
Ist eine Wachoperation am Gehirn schmerzhaft?
Nein. Da es im Hirngewebe keine Schmerzrezeptoren gibt, verursacht die Berührung des Gehirns keinen Schmerz; die Schnittstelle wiederum wird örtlich betäubt. Die Patientin oder der Patient ist in der Regel nur während der Kartierungsphase wach und schläft während der Eröffnung und des Verschlusses.
Warum wird eine Wachoperation durchgeführt, und wird sie bei allen angewandt?
Sie wird durchgeführt, wenn der Tumor nahe am Sprach- oder Bewegungszentrum liegt, um diese Bereiche während der Operation in Echtzeit zu kartieren und zu schonen. Sie wird nicht bei allen gemacht; ausgewählt werden Patientinnen und Patienten, die während der gesamten Operation mitarbeiten können und keine Panikattacken oder ausgeprägten kognitiven Probleme haben. Bei Tumoren in anderen Regionen ist sie meist nicht nötig, da die Überwachung auch im Schlaf erfolgen kann.
Muss jeder Hirntumor operiert werden?
Nein. Manche kleinen, langsam wachsenden Tumoren, die keine Beschwerden verursachen, können mit regelmäßigen MRT-Kontrollen beobachtet werden. In manchen Fällen kann statt einer offenen Operation die Radiochirurgie (etwa Gamma Knife) geeignet sein. Die Entscheidung fällt in einem multidisziplinären Board nach Art, Lage und Größe des Tumors und dem Allgemeinzustand der Patientin oder des Patienten.
Wie viele Stunden dauert eine Hirntumoroperation?
Es wäre nicht richtig, eine einzelne Dauer zu nennen. Je nach Art, Lage und Größe des Tumors und der gewählten Technik kann sie von wenigen Stunden bis zu sehr viel längeren Zeiträumen reichen. Komplexe Eingriffe wie die Wachoperation dauern in der Regel länger.
Welche Risiken hat eine Hirntumoroperation?
Blutung, Infektion, Ödem, Krampfanfall und — je nach Lage des Tumors — vorübergehende oder bleibende Probleme beim Sprechen, bei der Bewegung, beim Sehen oder mit dem Gedächtnis sind die wichtigsten Risiken. Dank moderner Operationstechniken sind die Komplikationsraten deutlich gesunken; die Risiken sind jedoch von Mensch zu Mensch verschieden und sollten ausführlich mit Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen besprochen werden.
Was geschieht, wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann?
Dies ist in der Hirnchirurgie eine häufig anzutreffende Situation. Das Ziel lautet „maximale sichere Resektion“; das heißt, die größtmögliche Tumormenge zu entfernen, ohne der Patientin oder dem Patienten eine neue Behinderung zuzufügen. Für den verbliebenen Anteil kommen Optionen wie Strahlentherapie, Chemotherapie oder Radiochirurgie ins Spiel.
Wann kann man nach der Operation in den normalen Alltag zurückkehren?
Dieser Zeitraum ist je nach Art des Tumors, Umfang der Operation und Allgemeinzustand der Patientin oder des Patienten von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Die ersten 24 Stunden werden in der Regel auf der Intensivstation überwacht. Bei manchen Patientinnen und Patienten können Physiotherapie oder neurologische Rehabilitation erforderlich sein. Die genaue Dauer kann Ihnen nur das Team nennen, das Sie betreut.
Haftungsausschluss (Rechtlicher Hinweis)
Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen wurden ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken erstellt und ersetzen in keiner Weise eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Die Diagnose von Hirntumoren, die Entscheidung zur Operation, das anzuwendende chirurgische Verfahren, die Risiken und der Genesungsverlauf variieren stark je nach Art und Lage des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Person und können nur von einem Ärzteteam bestimmt werden, das Sie beurteilt. Konsultieren Sie für jede Entscheidung bezüglich Diagnose und Behandlung stets einen Facharzt. Wenn die oben genannten Notfallsymptome vorliegen, suchen Sie unverzüglich die nächste Gesundheitseinrichtung auf.